Die Information, welchen Fahrzeughalter zu einem Wagen gehört, unterliegt einem gewissen Datenschutz und wird daher nur bei berechtigtem Interesse weitergegeben. Meist erhalten Sie diese Daten nicht direkt.

Möglichkeiten, den Halter zu einem Kennzeichen zu ermitteln

Die Polizei kann eine sogenannte Halterabfrage durchführen. Dabei wird anhand des Kennzeichens mit Hilfe der Kfz-Meldedaten bei der zuständigen Behörde erfragt, auf wen ein Auto zugelassen ist und welche Anschrift diese Person hat.
Dies kann etwa dann relevant werden, wenn Sie feststellen, dass Ihr Wagen zugeparkt wurde. In diesem Fall können Sie sich an die örtliche Polizei wenden und das Kennzeichen des betreffenden Fahrzeuges nennen. Sie erhalten dann zwar nicht die Anschrift des Halters, aber hier ist es möglich, dass die Polizei versucht, den Halter herausfinden zu können und telefonisch oder persönlich zu erreichen.

Dies gilt auch dann, wenn Sie nach einem Unfall keine Möglichkeit haben, die Versicherungsdaten mit dem anderen direkt auszutauschen oder sich ein anderer Verkehrsteilnehmer strafbar verhalten hat. Auch dann können die zuständigen Behörden den Halter herausfinden, teilen Ihnen dessen Identität dabei aber nicht unmittelbar mit.

Den Autoversicherer herausfinden

Eine weitere Möglichkeit, Informationen über den Halter eines Wagens anhand des Kennzeichens herausfinden zu können, besteht darin, den zentralen Service der Autoversicherungen zu nutzen. Hier können Sie das Kennzeichen eines anderen Wagens, mit dem Ihnen ein Unfallschaden entstanden ist, melden und erhalten als Auskunft die zuständige Versicherung genannt.

Wir sind im Rahmen unserer Tätigkeit im Rahmen der Regulierung von Unfällen unserer Mandanten regelmäßig in Kontakt mit dem zentralen Service der Autoversicherungen.

Auch Sie können die Hotline anrufen: 0800/2502600.

Ebenso können Sie auch das Onlineformular des Zentralregisters nutzen. Anschließend nimmt der zuständige Berater den Kontakt mit Ihnen auf und nennt Ihnen die gegnerische Versicherung, an die Sie sich wenden müssen. Rufen Sie diese dann ebenfalls an und nennen Sie dort das Kennzeichen.

Jedoch ist es auch hier nicht möglich, den Namen und die Anschrift des Kfz-Halters herausfinden zu können. Die Auskünfte beziehen sich nur auf die Versicherungsgesellschaft, bei welcher der Wagen gemeldet ist.

Es kann aber – etwa nach einem Unfall – im Laufe der Ermittlungen dazu kommen, dass Ihnen, durch ein Schreiben der zuständigen Behörden die Identität des anderen mitgeteilt wird.

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Sind Sie in einen Unfall verwickelt? Wollen Sie einen Unfallschaden regulieren lassen? Wird Ihnen Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen oder das Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis? Wurde Ihr Führerschein eingezogen oder eine Sperrfrist verhängt? Sind Sie unter Alkohol oder Drogeneinfluss Auto gefahren und wurden erwischt? Sind Sie geblitzt worden? Persönlich stehen wir Ihnen in Düsseldorf und Solingen zur Verfügung. Unsere Mandanten sind jedoch bundesweit verteilt, sowohl in Düsseldorf, Solingen, Köln, Neuss, Krefeld, Mönchengladbach, Duisburg, Wuppertal, Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Kiel, Berlin, Dresden oder Leipzig etc. etc. Durch die Möglichkeiten der modernen Kommunikation besteht die Möglichkeit Mandate bundesweit und ohne Qualitätsverluste erfolgreich zu führen. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Rufen Sie uns unverbindlich an oder schreiben eine E-Mail. Erstkontakt kostenfrei! Telefon: 0211 38 40 40 3

§ 39 Übermittlung von Fahrzeugdaten und Halterdaten zur Verfolgung von Rechtsansprüchen

(1) Von den nach § 33 Abs. 1 gespeicherten Fahrzeugdaten und Halterdaten sind
1. Familienname (bei juristischen Personen, Behörden oder Vereinigungen: Name oder Bezeichnung),
2. Vornamen,
3. Ordens- und Künstlername,
4. Anschrift,
5. Art, Hersteller und Typ des Fahrzeugs,
6. Name und Anschrift des Versicherers,
7. Nummer des Versicherungsscheins, oder, falls diese noch nicht gespeichert ist, Nummer der Versicherungsbestätigung,
8. gegebenenfalls Zeitpunkt der Beendigung des Versicherungsverhältnisses,
9. gegebenenfalls Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht,
10. Zeitpunkt der Zuteilung oder Ausgabe des Kennzeichens für den Halter sowie
11.Kraftfahrzeugkennzeichen
durch die Zulassungsbehörde oder durch das Kraftfahrt-Bundesamt zu übermitteln, wenn der Empfänger unter Angabe des betreffenden Kennzeichens oder der betreffenden Fahrzeug-Identifizierungsnummer darlegt, dass er die Daten zur Geltendmachung, Sicherung oder Vollstreckung oder zur Befriedigung oder Abwehr von Rechtsansprüchen im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Erhebung einer Privatklage wegen im Straßenverkehr begangener Verstöße benötigt (einfache Registerauskunft).

(2) Weitere Fahrzeugdaten und Halterdaten als die nach Absatz 1 zulässigen sind zu übermitteln, wenn der Empfänger unter Angabe von Fahrzeugdaten oder Personalien des Halters glaubhaft macht, dass er
1. die Daten zur Geltendmachung, Sicherung oder Vollstreckung, zur Befriedigung oder Abwehr von Rechtsansprüchen im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr, dem Diebstahl, dem sonstigen Abhandenkommen des Fahrzeugs oder zur Erhebung einer Privatklage wegen im Straßenverkehr begangener Verstöße benötigt,
2. (weggefallen)
3. die Daten auf andere Weise entweder nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand erlangen könnte.

(3) Die in Absatz 1 Nr. 1 bis 5 und 11 angeführten Halterdaten und Fahrzeugdaten dürfen übermittelt werden, wenn der Empfänger unter Angabe von Fahrzeugdaten oder Personalien des Halters glaubhaft macht, dass er
1. die Daten zur Geltendmachung, Sicherung oder Vollstreckung
a) von nicht mit der Teilnahme am Straßenverkehr im Zusammenhang stehenden öffentlich-rechtlichen Ansprüchen oder
b) von gemäß § 7 des Unterhaltsvorschussgesetzes, § 33 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch oder § 94 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch übergegangenen Ansprüchen in Höhe von jeweils mindestens 500 Euro benötigt,
2.ohne Kenntnis der Daten zur Geltendmachung, Sicherung oder Vollstreckung des Rechtsanspruchs nicht in der Lage wäre und
3. die Daten auf andere Weise entweder nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand erlangen könnte.
§ 35 Abs. 3 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. Die Aufzeichnungen dürfen nur zur Kontrolle der Zulässigkeit der Übermittlungen verwendet werden.