Strafverteidiger Dimsic erreicht vor Amtsgericht Solingen wieder Freispruch für Mandanten

Anklage der Staatsanwaltschaft Wuppertal

Nach dem Ermittlungsverfahren sah die Staatsanwaltschaft Wuppertal es als erwiesen bzw. juristisch besser formuliert als hinreichend erwiesen an, dass ein Türsteher aus Solingen sich im Rahmen seiner Tätigkeit einer gefährlichen Körperverletzung strafbar gemacht hat. Es soll eine andere Person körperlich verletzt haben und dabei ein gefährliches Werkzeug (eine Wand, ein Schuh) benutzt haben und die Tat mit anderen gemeinschaftlich verübt haben. Strafbarkeit nach §§ 223 Abs.1, 224 Abs.1 Nr.2, 4 StGB (Strafgesetzbuch). Nach dem Gesetz ist dieser strafrechtliche Vorwurf, das StGB sieht hierfür eine Strafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren vor.

Verhandlung vor dem Amtsgericht Solingen – Freispruch für den Angeklagten

Im Rahmen der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Solingen wurden diverse Zeugen gehört, die unterschiedliche Versionen des Geschehens erzählten. Insbesondere die Belastungszeugen verwickelten sich in Widersprüche und unterschiedliche Versionen des Tatablaufs. Ein Belastungszeuge alleine bot letztendlich sogar drei unterschiedliche Versionen des Geschehens an, die gerade im sog. Kerngeschehen ganz erheblich voneinander abwichen. Das Amtsgericht Solingen wusste dabei in der Würdigung auch zu berücksichtigen, dass die Zeugen nicht unerheblich alkoholisiert waren und zuvor in der Lokalität unangenehm aufgefallen sind und ein aggressives Verhalten zeigten. Aufgrund des Hausrechts wurden sie der Lokalität verwiesen, randalierten aber vor der Lokalität weiter.
Das Amtsgericht sollten sprach den Angeklagten letztendlich vom strafrechtlichen Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung frei.

Rechtsanwalt und Strafverteidiger B. Dimsic, LL.M.:

Der Freispruch freut mich für meinen Mandanten. Es zeigt sich mal wieder, dass sich kämpfen lohnt. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Hier waren einige Widersprüche bereits in der Ermittlungsakte ersichtlich, dies hielt die Staatsanwaltschaft Wuppertal jedoch nicht davon ab, Anklage vor dem Amtsgericht Solingen wegen gefährlicher Körperverletzung zu erheben. Ein Anklagevorwurf mit dem aufgrund seiner Mindeststrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe nicht zu spaßen ist. Das Ergebnis halte ich für richtig, mein Mandant ist unschuldig.

Gesetzestext

§ 223 StGB

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

§ 224 StGB

(1) Wer die Körperverletzung
1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Rechtsanwalt und Strafverteidiger B. Dimsic, LL.M. Düsseldorf Solingen