Große Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf spricht zwei von Rechtsanwalt Dimsic und Rechtsanwalt Tasci verteidigte Mandanten frei

Im Prozess um eine räuberische Erpressung eines Mannes aus Düsseldorf hat das Landgericht die Angeklagten vom Vorwurf freigesprochen.

Unseren Mandanten wurde im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf verfassten Anklageschrift unter anderem schwerer Raub und der gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen. Nach Abschluss von fünf Verhandlungstagen sprach das Landgericht unsere Mandanten aufgrund von diversen Widersprüchen im Rahmen der Zeugenaussagen,, insbesondere der Belastungszeugen, frei.

Entsprechende Widersprüche waren nach Ansicht von Strafverteidiger Rechtsanwalt B. Dimsic bereit aus der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft erkennbar. Durch eine intensive Befragung durch das Gericht und die Strafverteidiger konnten die Widersprüche sodann auch gegenüber dem Landgericht Düsseldorf offengelegt werden, so dass die Große Strafkammer sodann den in unseren Plädoyers beantragten Freisprüchen entsprach. Das Urteil ist rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft hat keine Revision eingelegt. Bei einer Verurteilung hätten unsere Mandanten mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen müssen.

§ 250
Schwerer Raub

(1) Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn
1. der Täter oder ein anderer Beteiligter am Raub
a) eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
b) sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden,
c) eine andere Person durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bringt oder
2. der Täter den Raub als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Raub oder Diebstahl verbunden hat, unter Mitwirkung eines anderen Bandenmitglieds begeht.
(2) Auf Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter oder ein anderer Beteiligter am Raub
1. bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet,
2. in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 eine Waffe bei sich führt oder
3. eine andere Person
a) bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder
b) durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.
(3) In minder schweren Fällen der Absätze 1 und 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

§ 224
Gefährliche Körperverletzung

(1) Wer die Körperverletzung
1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.